A-Jugend schlägt den Tabellenführer aus Gummersbach

Die A-Jugend des BHC hat am Sonntag eine herausragende Leistung gezeigt: Mit einem leidenschaftlichen, taktisch disziplinierten und bis zur letzten Sekunde konzentrierten Auftritt besiegte der BHC den bislang ungeschlagenen Tabellenführer VfL Gummersbach verdient mit 23:21. Die Grundlage dafür bildeten eine bärenstarke Abwehr, ein nervenstarkes Torhüterduo und eine geschlossene Mannschaftsleistung, bei der auch die Bankspieler jederzeit Stabilität und Energie brachten.

Spielbeginn: BHC zeigt sofort, dass er den Tabellenführer nicht fürchtet

Gummersbach eröffnete die Partie per Siebenmeter (0:1), doch der BHC antwortete entschlossen: Fynn Vereijssen stellte auf 1:1, Kühnapfel verwandelte sicher zum 2:1, ehe Gummersbach per Siebenmeter erneut ausglich (2:2). Nach einem kurzzeitigen Rückstand traf der verwarnte, aber hochmotivierte Ole Fuchs erst zum 3:3 und Kühnapfel legte vom Punkt zum 4:3 nach. In dieser frühen Phase war bereits klar: Die BHC-Abwehr packte extrem gut zu, verschob konsequent und nahm dem VfL die Lieblingsaktionen im Rückraum.Beim Stand von 4:3 (13.) musste der VfL bereits die erste Auszeit nehmen – ein deutliches Zeichen für den ausgeglichenen, aber intensiven Schlagabtausch. Kurz danach kam Gummersbach per Siebenmeter zum Ausgleich, doch der BHC schlug postwendend zurück: Finn Niechoj zum 5:4. Zwar traf Gummersbach noch einmal (5:5), doch Frintrop und ein mustergültig ausgespielter Angriff, den Timon Fischer sauber organisierte und selbst zum 7:5 abschloss, brachten den BHC in eine starke Ausgangsposition.

Doppelunterzahl – und dennoch behauptet sich der BHC

Nach einem Team-Timeout von Coach Halfmann (24.) drückte der BHC weiter aufs Tempo: Niechoj erhöhte auf 8:5, bevor zwei schnelle Zeitstrafen (Linden, Fuchs) die Gastgeber in eine 1:30 Minuten lange doppelte Unterzahl zwangen. Gummersbach nutzte dies mit einem Siebenmeter und einem Rückraumtreffer zum Anschluss (8:7). In der Schlussminute glich der Tabellenführer dann zum 8:8 aus und rettete sich noch etwas glücklich mit einem Unentschieden in die Pause.

BHC kommt furios aus der Kabine – Bankspieler setzen starke Zeichen

Direkt nach Wiederanpfiff schlug der BHC eiskalt zu: Justus Püttmann netzte zum 9:8, Fabio Cosentino erhöhte nach schöner Kombination auf 10:8 und nur wenige Sekunden später belohnte sich Torwart Magnus Berblinger für sein mutiges Mitspielen mit dem Treffer zum 11:8. Diese Phase zeigte eindrucksvoll, wie breit der BHC an diesem Tag aufgestellt war: Die Ergänzungsspieler brachten nicht nur Entlastung, sondern erhöhten phasenweise sogar das Tempo und die Stabilität. Sie passten sich ohne Bruch ins Spiel ein, was ein entscheidender Grund dafür war, dass der Tabellenführer nie in seinen Rhythmus fand. Gummersbach verkürzte mehrfach, doch Püttmann und Cosentino hielten den Abstand. Nach dem erneuten Ausgleich (15:15, 40.) sorgte Moritz Kreitz mit großem Selbstvertrauen für das 15:14. Nach zwei Toren der Gäste stellte Niechoj sofort auf 16:16 – ein Schlagabtausch auf höchstem Niveau.

BHC setzt Zeichen und bleibt Herr der Lage

In Minute 46 war es erneut Fabian Beyer, der sich kraftvoll durchsetzte und mit seinem Treffer zum 17:16 ein wichtiges Zeichen setzte. Sein körperbetonter Spielstil sorgte dafür, dass Gummersbach im Zentrum immer stärker reagieren musste, was wiederum Räume auf den Außenpositionen schuf. Püttmann legte zum 18:17 nach, Gummersbach glich aus, doch die BHC-Abwehr agierte weiterhin diszipliniert und mutig.

Crunchtime: Nerven aus Stahl und ein nie nachlassender Kampfgeist

Ab der 50. Minute wurde das Spiel noch einmal dramatisch. Püttmann traf zum 19:18, Gummersbach glich aus (19:19). Ein Gummersbacher Siebenmeter in Minute 51 wurde vergeben – ein wichtiger Moment, der den BHC weiter beflügelte. Halfmann nahm das Team-Timeout, kurz darauf handelte sich Rath eine Zeitstrafe ein. Der BHC nutzte die Überzahl: Fischer traf per Siebenmeter zum 20:19 und setzte damit einen seiner wenigen, aber wichtigen Akzente im Abschluss. Püttmann erhöhte auf 21:19, der VfL verkürzte, ehe Püttmann beim 22:20 erneut Verantwortung übernahm. Die Halle kochte, und die Abwehr arbeitete auf einem Niveau, das dem Tabellenführer die Ideen nahm.

Finale Sekunden – Niechoj schreibt den Schlusspunkt

Gummersbach versuchte in den letzten 90 Sekunden alles, nahm zwei Auszeiten und verkürzte auf 22:21. Eine Zeitstrafe gegen Britz brachte kurz Ruhe, eine weitere gegen Püttmann sorgte noch einmal für maximale Spannung. Aber als der VfL seinen letzten Spielzug ansagen wollte, passierte das Unglaubliche: Finn Niechoj antizipierte die Aktion perfekt, stahl dem Spielmacher den Ball und schloss Sekunden vor der Sirene eiskalt zum 23:21-Endstand ab. Ein Treffer, der die überragende Moral dieses Teams symbolisiert.

Fazit

Der BHC zeigte gegen den Tabellenführer:

• eine grandiose Abwehrarbeit,

• starke Torhüteraktionen,

• kluge Angriffsorganisation,

• enorme körperliche Präsenz, insbesondere durch Beyer und Niechoj

• einen eiskalten Püttmann,

• und eine Bank, die für echte Qualität stand.

Ein Sieg des gesamten Teams – und ein Signal an die Liga.

BHC-Aufstellung und Tore:

Tor: Felix Friele, Magnus Berblinger (1)
Feldspieler: Ole Fuchs (1), Fabio Cosentino (2), David Linden, Anton Kerl, Lasse Seher, Yahia Megahed, Moritz Kreitz(1), Timon Fischer (3/2), Finn Niechoj (4), Conner Frintrop(1), Fynn Vereijssen (1), Justus Püttmann (6), Justus Kühnapfel (2/2), Fabian Beyer (1)